Ein Besuch bei den Angelfreunden an der Sieg

Wie heißt es so schön? Beim dritten Mal ist es Tradition. Und diese Tradition haben die Angelfreunde Swisttal jetzt etabliert: Jedes Jahr im Sommer besuchen sie die Angelfreunde Eitorf-Stromberg. Für einen Angler kann es kaum einen schöneren Platz geben als die Sieg bei Eitorf. Sie windet sich durch sanfte Hügel. Zwischen Wiesen und Wäldern ist sie ein kleines Stück Glück. Kurze Stromschnelle an kiesigen Ufern wechseln sich mit breit aufgestauten, schon fast stehenden Gewässerabschnitten ab. Diese Abwechslung lässt wohl jedes Anglerherz höherschlagen.

Angelfreund Rainer auf der Jagd nach einem Barsch.

Natürlich ist die Angelei an einem Fluss etwas ganz anderes als zuhause an unseren Mühlenteichen in Heimerzheim. Ohne den richtigen Guide wären wir wohl leer ausgegangen. Doch zum Glück konnten wir wieder Björn von den Eitorfer Angelfreunden an unserer Seite wissen. Er gibt zwar keine Fanggarantie aus, doch die neuen Stellen, die er uns gezeigt hat, haben sich wirklich gelohnt. Nicht nur die Umgebung ist schön, nein, die Fische beißen dort sogar! Es sollte nicht lange dauern, bis die ersten Barsche und Barben im Kescher zappelten. Anglern wird ja gerne nachgesagt, dass sie bei der Größe ihrer Fänge übertreiben, doch – ganz ohne Übertreibung – so große Barben haben wir wirklich noch nie gesehen.

Unser „Barbenkönig“ Roland

Teil der Tradition ist auch, dass wir mit den Angelfreunden aus Eitorf ihr Sommerfest feiern.  Dabei dürfen wir uns nicht nur durch das reichhaltige Kuchenbuffet futtern, sondern jedes Jahr auch etwas Neues lernen. Diesmal, wie anstrengend es doch ist, der Herkulesstaude Herr zu werden. Diese endemische Pflanze heißt auch Riesenbärenklau und breitet sich entlang der Sieg aus. Das fiese dabei: Ihr Saft kann schwere verbrennungsähnliche Verletzungen verursachen. Mit der Hilfe von vielen Freiwilligen versuchen die Angelfreunde Eitorf die heimische Natur vor der Herkulesstaude zu schützen. Sie graben die Pflanzen aus oder säbeln die Blütenstände ab. Das sichert nicht nur schöne Angelplätze, sondern auch das Gleichgewicht im Ökosystem.

Guide Björn hat sich ein Hähnchen gefangen.

Es wirkt wie ein Kampf gegen Windmühlen, denn eine einzige Herkulesstaude kann zehntausende Samen bilden, die jahrelang überdauern können, bevor sie austreiben. Auch der Rhein-Sieg-Kreis und Eitorfs Bürgermeister Rainer Viehof sind sich des Problems bewusst und umso dankbarer für die tatkräftige Hilfe unserer Angelfreunde von der Sieg. Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Eurer Mammutaufgabe und freuen uns schon, im nächsten Jahr Eure Fortschritte bewundern zu können.